Was ist ein Mieterrechtsschutz?

Mieterrechtsschutz in der Schweiz
Rechtliche Absicherung für Mieterinnen und Mieter in der Schweiz

Deine Wohnung ist dein Zuhause. Ein Streit mit der Verwaltung oder mit der Nachbarin kann da schnell zu Stress führen. Der Mieterrechtsschutz stärkt dir den Rücken, indem er dich bei allen rechtlichen Fragen rund um deine Wohnung berät und dir dabei hilft, zu deinem Recht zu kommen.

Übersicht

Ist ein Mieterrechtsschutz sinnvoll in der Schweiz?

Ja, denn in keinem anderen Rechtsgebiet kommt es in der Schweiz zu so vielen rechtlichen Konflikten wie im Mietrecht. Gerade für Mieterinnen und Mieter sind solche Streitigkeiten mit der Verwaltung oder mit den Nachbarn meistens sehr anstrengend, da sie das eigene Zuhause betreffen und lange dauern können. Ausserdem zieht ein Umzug immer einen Rattenschwanz nach sich: neue Wohnung suchen, neuer Arbeitsweg, neue Parkplatzsituation, Umzug organisieren etc.

Was sind typische Streitigkeiten im Mietrecht?

Typische Streitigkeiten rund um die Wohnung sind Mietzinserhöhungen oder hohe Nebenkosten; Anträge auf Mietreduktion durch den Mieter, zum Beispiel wegen des gesunkenen Referenzzinssatzes oder wegen Mängeln an der Wohnung, wie Schimmel im Bad, einem kaputten Lift oder Baulärm. Die Kosten für Reparaturen und Unterhaltsarbeiten an der Wohnung können ebenfalls zu Konflikten führen.

Weitere häufige Streitpunkte sind Kündigungen durch die Vermieterschaft etwa wegen Eigenbedarfs oder nach einem Wechsel der Eigentümerin. Kündigungen durch die Mieterschaft führen ebenfalls immer wieder zu rechtlichen Streitigkeiten, zum Beispiel wenn der Mieter vorzeitig auszieht und einen Nachmieter stellt, den die Verwaltung nicht akzeptieren will.

Schliesslich führen auch Streitigkeiten mit den Nachbarn regelmässig zu langwierigen juristischen Konflikten, wie etwa wegen Lärmbelästigung durch laute Musik, Sexgeräusche oder Kindergeschrei; wegen Zigarettenrauch oder Kochgerüchen im Treppenhaus, wegen Grillieren auf dem Balkon oder wegen Dreck und Unordnung in der Waschküche.

Was kostet der Mieterrechtsschutz?

Die Rechtsschutzversicherung unserer Partnerin Protekta kostet zwischen 160 und 400 Franken pro Jahr. Der Preis ist abhängig von den versicherten Leistungen.

Der Rechtsschutz der Protekta deckt neben dem Wohnen auch rechtliche Streitigkeiten zu den Themen Arbeit, Alltag, Gesundheit, Familie, Versicherungen, Behörden sowie Bauen ab. Der Abschluss eines reinen Mietrechtsschutzes ist meistens nicht möglich. Die Protekta ist ein Unternehmen der Schweizerischen Mobiliar Genossenschaft.

Erfahre direkt, was der Mietrechtsschutz der Protekta kostet.

Berechne jetzt unverbindlich deine Versicherungsprämie mit dem Prämienrechner der Protekta. Nimm dir anschliessend so viel Zeit, wie du brauchst.

Was deckt der Mieterrechtsschutz?

Der Mietrechtsschutz deckt grundsätzlich alle rechtlichen Streitigkeiten rund um Miet- und Pachtverträge, die auf deinen Namen lauten. Dazu gehören insbesondere Miet- und Pachtverträge zu Häusern, Wohnungen, Parkplätzen, Garagen und Bastelräumen.

Über die JurLine der Protekta erhältst du schnell und unkompliziert telefonische Rechtsauskunft. Sollte es zu einem Rechtsstreit kommen, übernimmt die Protekta alle Kosten, die für die Durchsetzung deiner Rechte notwendig sind. Dazu gehören zum Beispiel die Kosten für Anwälte, Gerichte, Gutachten und Verfahren sowie Kosten für eine Mediation oder Parteientschädigungen an die Gegenpartei.

Was gilt es beim Abschluss einer Mietrechtsschutzversicherung zu beachten?

Um sicherzustellen, dass der Mieterrechtsschutz im Ernstfall auch wirklich hilft, lohnt sich ein Blick ins Kleingedruckte. Achte dabei auf die folgenden Punkte:

  • Wartezeit (Karenzfrist): Die Versicherung greift in der Regel erst nach einer Wartezeit von drei Monaten. Fälle, die bereits vor Vertragsabschluss oder während dieser Wartezeit begonnen haben, sind nicht versichert.

  • Gut zu wissen: Die telefonische Rechtsauskunft steht dir bereits ab dem ersten Tag zur Verfügung. Da du den Mietrechtsschutz nicht ohne Wartezeit oder rückwirkend abschliessen kannst, lohnt es sich, die Rechtsschutzversicherung frühzeitig abzuschliessen, bevor Ärger in der Luft liegt.

  • Vertragsdauer und Kündigung: Binde dich am besten nur für ein Jahr. So bleibst du flexibel und kannst wechseln, wenn du unzufrieden bist. Behalte die Kündigungsfrist im Auge, da sich Verträge oft automatisch verlängern, wenn du nicht rechtzeitig kündigst.

  • Mindeststreitwert: Wähle eine Rechtsschutzversicherung ohne Mindeststreitwert. So bist du auch bei kleineren Beträgen geschützt, zum Beispiel bei einer ungerechtfertigten Reparaturrechnung über 200 Franken.

  • Freie Anwaltswahl: Achte darauf, dass du im Streitfall mitbestimmen darfst, wer dich vertritt, und nicht zwingend den Anwalt der Versicherung nehmen musst.

  • Interessenskonflikte und Konzernklauseln: Das ist wichtig, wenn du mehrere Versicherungen bei derselben Anbieterin hast. Ein Beispiel: Deine Hausratversicherung desselben Versicherungskonzerns will einen Schaden nicht zahlen. In diesem Fall muss deine Rechtsschutzversicherung trotzdem gegen die eigene Schwesterfirma vorgehen dürfen. Achte deshalb darauf, dass solche 'Konzernklauseln' den Schutz nicht ausschliessen.

Weitere Fragen?

Die Protekta, unsere Partnerin im Bereich Rechtsschutz, berät dich gerne kostenlos und unverbindlich. Vereinbare jetzt einen Beratungstermin in deiner Nähe.